Peter Materna

Saxophonist

Die Welt ist Klang

Mit Peter Maternas Musik verhält es sich so: Im Winter kann man mit deren emotionaler Tiefe und Wärme locker eine 3-Zimmer-Wohnung beheizen. Im Sommer erfrischt die helle, lichte Brillanz der Töne. Das ist aber auch schon der einzige Widerspruch, den man aushalten muss. Denn Peter Maternas Kunst pulverisiert Klischees gleich reihenweise ins Nichts.

Einerseits ist seine Musik durchdrungen von der ganzen Jazzgeschichte, er hat seinen sehr kenntnisreichen, intimen Blick auf die alten Meister (nicht nur des Jazz). Andererseits hat er alle Jazz-Schubladen hinter sich gelassen. Er spielt in einem eigenen Genre, das man verbal nur ungenau umschreiben kann. Post-Bebop, Post-Freejazz, Postmodern? Was sich der sprachlichen Genauigkeit entzieht, fügt er zu einem präzisen und künstlerisch aufregenden Klang.


Seine zwischen Tradition und Moderne, Geschichte und Avantgarde, zwischen tonal und atonal changierende Musik ist gebildet und intelligent. Aber nie theoretisch. Denn der Klang an sich ist immer real. Und der sorgt für die Aufrichtigkeit: Das teilt sich bei den ersten Tönen seines Saxophons sofort mit. Wer ihn zum ersten Mal hört, ist überrascht von der Unmittelbarkeit dieses Klangs. Die kommunikative Kraft seiner Musik funktioniert sofort. Da werden die oft zitierten, vermeintlichen Gegensätze wie Kopf oder Bauch, Intellekt oder Emotion, Technik oder Inhalt – als ob das eine das andere ausschlösse – vereint. Bei Peter Materna spürt man, wie sehr das eine das andere bedingt. Das macht der Klang; und der ist Maternas wichtigstes Kriterium.


Video & Audio:

Peter Materna Duo - Frühling

Peter Materna mit Pianist Florian Weber


Peter Materna Duo - Hallelujah

Peter Materna mit Pianist Florian Weber


Peter Materna Trio - Blue In Green

Peter Materna mit Pianist Florian Weber und Bassist Henning Sieverts


Peter Materna Trio - Good Bye For Now

Peter Materna mit Pianist Florian Weber und Bassist Henning Sieverts


Peter Materna Trio - The Dancer

Peter Materna mit Pianist Florian Weber und Bassist Henning Sieverts